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Sport für Kinder – Welche Sportart passt zu meinem Kind?

Elli Macht | | 0 Kommentare
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Capoeira Brasil: Elli mit ihrer Tochter beim Training

Sport gehört für viele Kinder ganz selbstverständlich zum Alltag: Sie rennen, springen, klettern und entdecken dabei ständig neue Bewegungen. Doch spätestens wenn es um Vereinssport oder regelmäßiges Training geht, stellen sich viele Eltern ähnliche Fragen:

  • Welche Sportart passt zu meinem Kind?
  • Soll es eher ein Mannschaftssport sein oder eine individuelle Sportart?
  • Und was mache ich, wenn mein Kind plötzlich keine Lust mehr auf Training hat?

Wir haben auch darüber mit Elli gesprochen. Sie teilt ihre Erfahrungen rund um Sport für Kinder, Motivation und die Frage, wie Eltern ihre Kinder dabei sinnvoll begleiten können.

Elli, welche Sportart ist für Kinder am besten?

„Pauschal gesagt lieben Kinder das soziale Miteinander, aber auch den Wettkampf. Beides ist sehr wichtig für die psychische Entwicklung der Kinder. Deshalb würde ich eher zu einem Sport raten, der in einer Gemeinschaft ausgeführt wird – das muss aber kein klassischer Mannschaftssport sein.“

„Kinder lieben das soziale Miteinander – aber auch den Wettkampf. Beides ist wichtig für ihre Entwicklung.“

Trotzdem kommt es immer auf das einzelne Kind an. Manche Kinder fühlen sich im Team besonders wohl, andere mögen Sportarten, bei denen sie stärker für sich trainieren.

Ist Eltern-Kind-Sport sinnvoll?

„Eltern-Kind-Sport finde ich persönlich eine super Sache. Man verbringt mit dem Kind wertvolle Zeit, teilt Freude und Niederlagen und kommt manchmal sogar in eine kleine Konkurrenzsituation.“

„Das Kind erkennt beim gemeinsamen Sport: Mama oder Papa können auch nicht alles – und ich kann manches vielleicht sogar besser.“

Außerdem kann gemeinsamer Sport Kindern helfen, sich später leichter in ein soziales Gefüge einzufinden. „Jedes Kind wird es genießen, mit Mama oder Papa Sport zu machen.“

Wie hoch ist das Verletzungsrisiko beim Kinder-Sport?

„So gut wie alle Sportarten bringen ein mehr oder weniger hohes Verletzungsrisiko mit sich. Unter einer guten und professionellen Anleitung kann man dieses Risiko aber enorm minimieren.“

Gleichzeitig stellt sich für Eltern auch eine andere Frage: Wie gehen sie selbst mit ihren Sorgen um?

„Wenn Kinder eher Vertrauen und Motivation von ihren Eltern bekommen als Angst vor Verletzungen, entwickeln sie körperlich und psychisch eine größere Stabilität. Bewegung liegt in der Natur des Menschen. Und wenn doch einmal etwas passiert, gehört auch das zum Entwicklungsprozess.

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© Foto Klaus M. Einwanger

„Es ist nicht schlimm, wenn man hinfällt – wichtig ist, wieder aufzustehen.“

Was tun, wenn Kinder die Sportart wechseln möchten?

Ich finde es grundsätzlich völlig in Ordnung, wenn ein Kind die Sportart wechseln möchte. Wichtig ist allerdings, dass das Kind die Sportart zunächst wirklich kennengelernt hat – also über die reine Schnupperphase hinaus ist. Erst dann kann ein Kind wirklich entscheiden, ob der Sport etwas für es ist oder nicht. Außerdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen, warum ein Kind wechseln möchte. Manchmal liegen die Gründe eher an den Rahmenbedingungen als an der Sportart selbst.

Sollte man Kinder zum Training zwingen?

Egal für welche Sportart sich ein Kind entscheidet: Es wird immer wieder Phasen geben, in denen es keine Lust hat, zum Training zu gehen. Die Gründe können unterschiedlich sein – vielleicht fehlt eine Freundin im Training, vielleicht ist gerade viel Schule, oder das Training fühlt sich im Moment langweilig an.

Trotzdem rät Elli Eltern dazu, ihre Kinder liebevoll zum Durchhalten zu motivieren:

„Wenn man Kinder entscheiden lässt: ‚Heute gehe ich nicht, morgen vielleicht‘, geht zwangsläufig auch der Trainingseffekt verloren.“ Dadurch könne eine Spirale entstehen, in der die Motivation immer weiter sinkt. „Beobachtet euer Kind. Macht es den Sport noch, weil es ihn wirklich mag – oder nur, weil es glaubt, ihn machen zu müssen?“

Was können Eltern beim Thema Sport falsch machen?

„Wenn ein Kind sich bewegen möchte, kann man beim Thema Sport eigentlich nicht viel falsch machen. Wichtig sei vor allem, Kinder zu motivieren, zu unterstützen und Vertrauen zu schenken – auch gegenüber den Trainern.“ Kritisch sieht Elli allerdings, wenn Kinder früh in den Leistungssport gedrängt werden.

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Viele grundsätzliche Fragen zum Thema „Sport für Kinder“ beantwortet Elli im ersten Teil des Beitrags „Was ist ein fittes Kind?“ hier im Ohrenflausen-BLOG!

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Veröffentlicht von
Elli Macht

Mein Name ist Elisabeth Macht oder einfach Elli. Ich liebe schon mein ganzes Leben lang die Bewegung und den gesunden Umgang mit dem Körper. Seit 2006 trainiere ich aktiv Capoeira und bin Capoeira-Instruktorin.
Die Arbeit mit Kindern liegt mir besonders am Herzen und über die Jahre habe ich schon viele Kinder unterrichtet.
Neben dem Capoeira-Unterricht biete ich als zertifizierte Postnataltrainerin auch Rückbildungskurse an.

https://www.ellimachtmamisfit.de/
http://www.capoeirabrasil-pforzheim.de/

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