Sport für Kinder – Was ist ein fittes Kind?
Bewegung liegt in der Natur des Menschen und jedes Kind hat den intuitiven Drang zur Bewegung. Leider wird der in unserer heutigen Gesellschaft schon früh unterdrückt.
Capoeira Brasil: Elli mit ihrer Tochter beim Training
Sport gehört für viele Kinder ganz selbstverständlich zum Alltag: Sie rennen, springen, klettern und entdecken dabei ständig neue Bewegungen. Doch spätestens wenn es um Vereinssport oder regelmäßiges Training geht, stellen sich viele Eltern ähnliche Fragen:
Wir haben auch darüber mit Elli gesprochen. Sie teilt ihre Erfahrungen rund um Sport für Kinder, Motivation und die Frage, wie Eltern ihre Kinder dabei sinnvoll begleiten können.
„Pauschal gesagt lieben Kinder das soziale Miteinander, aber auch den Wettkampf. Beides ist sehr wichtig für die psychische Entwicklung der Kinder. Deshalb würde ich eher zu einem Sport raten, der in einer Gemeinschaft ausgeführt wird – das muss aber kein klassischer Mannschaftssport sein.“
Trotzdem kommt es immer auf das einzelne Kind an. Manche Kinder fühlen sich im Team besonders wohl, andere mögen Sportarten, bei denen sie stärker für sich trainieren.
„Eltern-Kind-Sport finde ich persönlich eine super Sache. Man verbringt mit dem Kind wertvolle Zeit, teilt Freude und Niederlagen und kommt manchmal sogar in eine kleine Konkurrenzsituation.“
Außerdem kann gemeinsamer Sport Kindern helfen, sich später leichter in ein soziales Gefüge einzufinden. „Jedes Kind wird es genießen, mit Mama oder Papa Sport zu machen.“
„So gut wie alle Sportarten bringen ein mehr oder weniger hohes Verletzungsrisiko mit sich. Unter einer guten und professionellen Anleitung kann man dieses Risiko aber enorm minimieren.“
Gleichzeitig stellt sich für Eltern auch eine andere Frage: Wie gehen sie selbst mit ihren Sorgen um?
„Wenn Kinder eher Vertrauen und Motivation von ihren Eltern bekommen als Angst vor Verletzungen, entwickeln sie körperlich und psychisch eine größere Stabilität. Bewegung liegt in der Natur des Menschen. Und wenn doch einmal etwas passiert, gehört auch das zum Entwicklungsprozess.“

Ich finde es grundsätzlich völlig in Ordnung, wenn ein Kind die Sportart wechseln möchte. Wichtig ist allerdings, dass das Kind die Sportart zunächst wirklich kennengelernt hat – also über die reine Schnupperphase hinaus ist. Erst dann kann ein Kind wirklich entscheiden, ob der Sport etwas für es ist oder nicht. Außerdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen, warum ein Kind wechseln möchte. Manchmal liegen die Gründe eher an den Rahmenbedingungen als an der Sportart selbst.
Egal für welche Sportart sich ein Kind entscheidet: Es wird immer wieder Phasen geben, in denen es keine Lust hat, zum Training zu gehen. Die Gründe können unterschiedlich sein – vielleicht fehlt eine Freundin im Training, vielleicht ist gerade viel Schule, oder das Training fühlt sich im Moment langweilig an.
Trotzdem rät Elli Eltern dazu, ihre Kinder liebevoll zum Durchhalten zu motivieren:
„Wenn man Kinder entscheiden lässt: ‚Heute gehe ich nicht, morgen vielleicht‘, geht zwangsläufig auch der Trainingseffekt verloren.“ Dadurch könne eine Spirale entstehen, in der die Motivation immer weiter sinkt. „Beobachtet euer Kind. Macht es den Sport noch, weil es ihn wirklich mag – oder nur, weil es glaubt, ihn machen zu müssen?“
„Wenn ein Kind sich bewegen möchte, kann man beim Thema Sport eigentlich nicht viel falsch machen. Wichtig sei vor allem, Kinder zu motivieren, zu unterstützen und Vertrauen zu schenken – auch gegenüber den Trainern.“ Kritisch sieht Elli allerdings, wenn Kinder früh in den Leistungssport gedrängt werden.
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Viele grundsätzliche Fragen zum Thema „Sport für Kinder“ beantwortet Elli im ersten Teil des Beitrags „Was ist ein fittes Kind?“ hier im Ohrenflausen-BLOG!

Bewegung liegt in der Natur des Menschen und jedes Kind hat den intuitiven Drang zur Bewegung. Leider wird der in unserer heutigen Gesellschaft schon früh unterdrückt.
„Der Sandmann kommt!“. Wir alle kennen diesen Satz und haben ihn so oder so ähnlich in unserer Kindheit gehört. Hier eine kurze Geschichte über den Schlafbringer.
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